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Restschuldversicherung

  • Was ist eigentlich eine Restschuldversicherung?
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  • Gegen welche Risiken kann man sich versichern?
  • Kredit absichern mit fallender Restschuldversicherung

Weitere Informationen

  • Muss die RSV unbedingt bei der Bank abgeschlossen werden?
  • Restschuldversicherung, Restkreditversicherung und Kredit-Lebensversicherung
  • Die Geschichte der Restschuldversicherung
  • Was bedeuten Wartezeit und Karenzzeit?
  • Die Restschuldversicherung aus der Perspektive einer ehemaligen Bankmitarbeiterin

Funktionsweise

Wie funktioniert eine Restschuldversicherung genau?

Die Restschuldversicherung funktioniert im Prinzip wie eine Risikolebensversicherung und umgekehrt die Risikolebensversicherung natürlich auch ähnlich wie eine Restschuldversicherung. Wer für ein Baudarlehen eine Restschuldversicherung über den Darlehensbetrag und die Laufzeit des Darlehens abschließt, sichert ab, dass seine Hinterbliebenen im Todesfall einen Betrag bekommen, mit dem das Darlehen komplett abgelöst werden kann. Tritt dieser Fall nicht ein, bekommt der Versicherte in der Regel nichts ausbezahlt. Deshalb sind die Beiträge vergleichsweise niedrig. Die Höhe des Versicherungsbeitrages richtet sich nach dem Alter, dem Geschlecht und dem Gesundheitszustand des zu Versichernden und natürlich nach der Höhe des zu versichernden Betrages. Männer, die eine Restschuldversicherung abschließen zahlen im Regelfall aufgrund ihrer geringeren Lebenserwartung höhere Beiträge als Frauen und zu Versichernde mit Vorerkrankungen müssen auch tiefer in die Tasche greifen. Je länger ein Kredit läuft, desto teurer wird natürlich auch der Versicherungsschutz.

Wie bei allen Versicherungen unterscheiden sich die Beiträge der Anbieter deutlich. Deshalb ist jedem Kreditnehmer, der im Zusammenhang mit einer Baufinanzierung eine Restschuldversicherung abschließen möchte, zu raten, die Angebote verschiedener Versicherer zu vergleichen. Bei einem Mann, der 35 Jahre ist und 100.000 Euro absichern möchte gibt es zwischen der teuersten und der billigsten Variante einen Unterschied von mehr als 2.000 Euro. Vergleichen lohnt sich also.

Varianten der Restschuldversicherung
Bei der Restschuldversicherung können die Kreditnehmer zwischen zwei verschiedenen Varianten auswählen. Es gibt den linear fallenden Versicherungsschutz und die Restschuldversicherung mit jährlicher Anpassung an den Tilgungsplan des Darlehens. Bei der zweiten Variante hat der Kreditnehmer die Sicherheit, dass die Restschuld im Fall des Todes zu 100 Prozent gedeckt ist. Dazu muss dem Versicherer vor Vertragsabschluss der Darlehensvertrag vorliegen. In diesem Fall zahlt der Kunde keinen festen Beitrag, sondern bleibt in der Zahlung flexibel. Mit abnehmender Restschuld sinken die Beiträge deutlich.

Beim sogenannten linear fallenden Versicherungsschutz sinkt die Versicherungsleistung hingegen in jedem Jahr um einen gleich bleibenden Betrag. Ein Problem dieser Variante ist, dass der Versicherungsschutz anders sinkt als die Restschuld des Kredites, sodass im Endeffekt Lücken im Versicherungsschutz entstehen. Bei Darlehen in einer Größenordnung von 100.000 Euro und mehr kann das zur Folge haben, dass die Hinterbliebenen eine Versicherungsleistung bekommen, die deutlich geringer als die abzulösende Schuld ist. Policen mit linear fallendem Versicherungsschutz sind aber meistens preiswerter mit konstanten Beiträgen.
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