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Von den 50igern bis heute

Die Geschichte einer wichtigen Versicherung

Die Restschuldversicherung kommt, wie vieles andere auch, aus dem USA. Dort kam sie in den 50-iger Jahren auf den Markt. Sie nannte sich Credit Life Insurance und fand schon wenige Jahre später auch den Weg nach Deutschland. In den Anfangszeiten der Kreditlebensversicherung wurde das Ausfallrisiko eines Kredites durch die Zahlung eines bestimmten Betrages als Einmalbetrag abgesichert. Inzwischen wird die Restschuldversicherung bei den meisten Banken auf den Kreditbetrag addiert und dann in die monatlich zu zahlenden Raten eingerechnet.

Versicherbar sind die biologischen Risiken (Kreditlebensversicherung) und seit noch nicht all zu langer Zeit auch die Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit oder Unfall sowie die plötzliche Arbeitslosigkeit. Dabei bezahlt der Versicherer im Fall, dass das versicherte Risiko eintritt entweder die Restschuld komplett oder sie übernimmt die ausstehenden Raten.

Anders als bei anderen Risiko- oder Schadensversicherungen haben sich bei den Restschuldversicherungen Besonderheiten entwickelt, die zum Teil kritisch zu betrachten sind und häufig die Gerichte beschäftigen. Vor allem die Praxis, dass die Kreditvergabe vom Abschluss einer Restschuldversicherung abhängig gemacht wird, aber die Kosten der Restschuldversicherung relativ intransparent bleiben wird bemängelt. Ein weiterer Faktor, der häufig Anlasspunkt für Kritik ist, sind die vielen Ausschlusskriterien in den Vertragsbedingungen der Versicherer. Die Versicherer verweisen allerdings darauf, dass die Ausschlussklauseln notwendig sind, weil die Versicherung ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden kann.

Leider ist es schwierig Daten zu bekommen, die eine Aussage darüber geben, wie der Restschuldversicherungsmarkt in Deutschland positioniert ist. Wird auf Statistiken der BaFin zurückgegriffen zeigt sich die Entwicklung wie folgt.
Zu Beginn des Jahres 2006 gaben 35 Versicherer an, Restschuldversicherungen im Bestand zu haben. Es wurden 838.000 Verträge mit einer Versicherungssumme von fast 9 Milliarden Euro gemeldet. Zum Jahresende hatten sich die Verträge auf mehr als 3 Millionen mit einer Versicherungssumme von fast 22 Milliarden Euro erhöht. Dabei wurden mehr als 99 Prozent der Prämien in Form eines einmaligen Beitrags gezahlt.

Wie hoch der Anteil der Restschuldversicherungen am Ratenkreditgeschäft ist, lässt sich nicht feststellen, weil über die Anzahl der Kredite keine verbindlichen Zahlen existieren. Es ist aber davon auszugehen, dass zumindest im Jahr 2006 in etwa jeder sechste Kreditvertrag mit einer Restschuldversicherung abgeschlossen wurde.
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